Mara rannte im Flur des 5. Stocks der Psychiatrie um ihr Leben.
Ihre bloßen Füße klatschten auf den kalten Betonboden. Das Herz ein Trommelwirbel in der Brust, das Adrenalin ein Feuer, das jeden Gedanken verbrannte. Der Flur dehnte sich endlos vor ihr aus, Neonlichter warfen lange Schatten, die wie Finger nach ihr griffen. Der klinische Geruch nach Krankenhaus mischte sich mit dem Schweiß ihrer Panik, ein giftiger Cocktail, der sie antrieb.
Nachdenken, wie war das damals?
Die Erinnerungen flackerten auf, Fetzen aus einer anderen Flucht. Vor Monaten: der Notausgang, die Glastür zum Treppenhaus, rechts, fast ganz hinten. Ja – da! Ein schwaches Glimmen im Neonlicht, die milchige Scheibe, die in die Wand eingelassen war.
Sie scherte scharf nach rechts, ignorierte den stechenden Schmerz in der Lunge, den Schwindel vom Hyperventilieren. Die Glastür ragte auf, schwer und undurchsichtig. Mit einem Fuß trat sie so fest sie konnte dagegen. Ein dumpfer Aufprall, dann das Zischen der Hydraulik. Die Tür gab nach, und sie stolperte ins Treppenhaus, die Stufen greifend, um nicht zu fallen. Der Aufprall hallte wider, ein Echo, das sie verriet.
Hinauf. Immer hinauf. Zum Dach hinauf, wo die Luft frei und die Wände zu Ende waren. Drei Stufen auf einmal nehmend, die Hand am rostigen Geländer.
Der Aufstieg brannte in ihren Beinen, aber sie zwang sich weiter. Jeder Atemzug war ein Kampf gegen die Enge, die Lunge ein Blasebalg, der nur noch keuchte.
Dann – über ihr. Schwere Schritte.
Ein metallisches Klacken, das von oben herunterhallte, wie ein Hammer auf Stahl.
Der SeGuRo aus Station 6. Er musste den Alarm gehört haben.
Die Treppe herunterpolternd, blockierte er den Weg nach oben. Seine neonblauen Augen würden jeden Moment um die Ecke leuchten, die Greifer ausfahren. Wie ein Netz aus Stahl und Code, das sie zerquetschen würde.
Mist.
Mara erstarrte, das Blut dröhnte in ihren Ohren wie ein ferner Sturm. Kein Weg hoch. Umdrehen. Zurück.
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